Archiv für Juli 2011

Solitresen der ALJ im Bandito rosso

Hallo Du!
Jeden ersten Samstag im Monat hast Du die Chance uns im Bandito Rosso kennenzulernen!
Wer wir sind? Wir sind die ALJ, die Antifaschistische Linke Jugend Berlin. Falls Du auf der Suche nach Mitstreiter_Innen bist, mit denen du gemeinsam aktuelle politische Probleme bereden kannst und Du auch bereit bist für deine Meinung auf die Straße zu gehen, dann bist du bei uns genau richtig. Zusammen informieren und bilden wir uns in jedem nur erdenklichen Bereich linker Politik. Als Gruppe entscheiden wir gemeinsam, wie wir an politischen Aktionen teilnehmen und wie wir sie mitgestalten. Es gibt keine bessere Möglichkeit uns kennenzulernen, als zum offenen Tresen im Bandito Rosso zu kommen und mit uns zu feiern, zu diskutieren und dich mit uns im Kickern zu messen.

Bandito Rosso
Lottumstr. 10a, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg
Ab 20:00 Uhr

Berliner Antifa-Wochenende, Teil 2

Wie schon am vergangenen Wochenende gibt es auch an diesem Wochenende wieder gleich zwei Termine, um gegen Nazis, Staat und Kapital auf die Straße zu gehen.

In Reaktion auf die Brandanschläge auf linke Projekte Ende Juni, die vermutlich von Nazis verübt wurden, mobilisiert ein Bündnis von Antifa-Gruppen zu einer Demonstration nach Rudow. Dort steht das, bei dem Brandanschlag am 26./27. Juni schwer beschädigte, Anton-Schmaus-Haus des sozialistischen Jugendverbandes „Die Falken“. Los geht’s am Freitag, 15.7., um 19 Uhr am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee (U7). Weitere Infos auch unter www.antifa.de.

Am 19./20./21. Juli 2001 demonstrierten bis zu 300 000 Menschen in der italienischen Hafenstadt Genua gegen den dort stattfindenden G8-Gipfel. Der Protest war der Höhepunkt einer breiten, globalisierungskritischen und in großen Teilen auch antikapitalistischen Bewegung, die nicht einmal zwei Jahre zuvor im amerikanischen Seattle das erste Mal medienwirksam in Erscheinung trat. Die Zahl der Demonstrant_innen steigerte sich mit jedem Gipfel ebenso wie die Repression der veranstaltenden Staaten. In Genua erschoss ein 20-jähriger Polizist den 23-jährigen Hausbesetzer und Aktivisten Carlo Giuliani, der eher zufällig zu den Demonstrationen am 20. Juli gegangen war.
carlo
So traurig und wütend uns der Tod von Carlo auch macht, ebenso entsetzt sind wir bis heute über die Gewaltorgien der italienischen Polizei und die an faschistische Diktaturen erinnernden Zustände in den Knästen – auch wenn die meisten von uns davon nur durch Erzählungen oder Berichte wie diesen erfahren haben.
Um diese Trauer und Wut auf die Straße zu tragen, um an Carlo Giuliani, aber auch alle anderen zu erinnern, die in Europa und weltweit von diesem System ermordet wurden, wird es am 16. Juli um 22 Uhr eine Demonstration am Lausitzer Platz (Kreuzberg, U1 Görlitzer Bahnhof) geben. Diese Demonstration wird nicht angemeldet sein! Daher seid pünktlich und achtet unter www.rachefuercarlo.blogsport.de auf kurzfristige Ankündigungen.

8. & 9. Juli 2011: Antifawochenende in Berlin und Neuruppin!

Nach den Brandanschlägen der vergangenen Woche und der Solidaritätsdemonstration durch Kreuzberg am Tag danach steht ein weiterer Termin an, um der Berliner Naziszene zu zeigen, dass wir uns von ihrem Terror nicht einschüchtern lassen und dass es in dieser Stadt keinen Ort, keinen Kiez, keine Straße gibt, an dem sie sich ungestört fühlen können. Deshalb wird es am Freitag, den 8. Juli, eine Antifa-Demonstration durch Schöneweide geben. Anlass ist auch, dass sich das NPD-Landesvorstandsmitglied und mutmaßliche Seitenbetreiber von „NW Berlin“, Sebastian Schmidtke, dort jetzt als Ladeninhaber versucht. In einem Outdoor-, Camping- und Military-Laden, nur zwei Häuser von der bekannten Nazikneipe „Zum Henker“ entfernt, gibt es vom Rucksack für Geländespielchen bis hin zu Wehrmachtspostern alles, was das Naziherz höher schlagen lässt.
Wir sagen: Ladenschluss für Schmidtke! Zum Führer mit „Zum Henker“!

Freitag, 8. Juli, 18 Uhr am S-Bahnhof Schöneweide – Antifa-Demo

Kameradschaftsnazis der „Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ haben den 9. Juli für einen neuerlichen Aufmarsch im brandenburgischen Neuruppin auserkoren. Über die Jahre haben sich die regelmäßigen rechten Aufzüge zu den größten Brandenburgs entwickelt, jeweils kamen bis zu 400 Teilnehmer_innen nach Neuruppin. Der Aufruf der Nazis unter dem Motto „Vom Schuldkult zur Mitschuld“ ist wenig überraschend ein plattes Geseiere aus Geschichtsrevisionismus, Verschwörungstheorien, Antiamerikanismus und deutschen Großmachtphantasien.
Zuletzt gelang es immer wieder durch Blockaden, den Naziaufmarsch zu stören und empfindlich zu verzögern. Damit wollen wir uns diesmal aber nicht begnügen. Es heißt, ihn diesmal zu verhindern.

Deshalb kommt nach Neuruppin und stellt euch den Nazis in den Weg!


Zugtreffpunkt aus Berlin: 08.00 Uhr S-Bhf. Gesundbrunnen
Abfahrt 8.22 Uhr mit der S Bahn Richtung Hennigsdorf!