Solidarität mit angegriffenen Projekten! Demonstration am 28.6., 19 Uhr Heinrichplatz

In der Nacht vom 26. auf den 27.6. verübten vermutlich Neonazis Brandanschläge auf mehrere linke Locations in Berlin. Am Tommy-Weisbecker-Haus (Kreuzberg) gingen zwei davor geparkte Autos in Flammen auf, beim Haus- und Kulturprojekt Kastanie 85 (Prenzlberg), dem Bandito Rosso (Mitte) und dem antifaschistischen Infoladen Red Stuff (Kreuzberg) scheiterte der Versuch, die jeweiligen Läden anzuzünden glücklicherweise. Ein Kinder- und Jugendzentrum der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – die Falken“ in Rudow brannte dagegen in weiten Teilen aus. Jeder dieser Anschläge ist ein weiterer Beweis für die menschenverachtende Ideologie dieser Faschisten, die nicht davor zurückschrecken, Wohnhäuser und Übernachtungsstätten für Jugendliche anzuzünden.
Zu den Anschlägen aufgerufen hatte – wieder einmal – die Internetseite des „Nationalen Widerstands Berlin“, auf der auch die Adressen der angegriffenen Projekte und Läden zu finden sind. Hinter der Seite steht das NPD-Vorstandsmitglied Sebastian Schmidtke. Während die Berliner Polizei Hubschrauber einsetzt, um vermeintliche Autobrandstifter zu fangen, hatte keiner der versuchten Nazimorde im letzten halben Jahr Konsequenzen für die Homepage des „NW Berlin“ oder für die Hintermänner.

Aus Solidarität mit den Betroffenen der jüngsten Übergriffe tragen wir morgen, ab 19 Uhr, unsere Wut und Entschlossenheit auf die Straße. Antifaschistischer Selbstschutz ist richtig und wichtig, das hat die vergangene Nacht einmal mehr gezeigt.

Dienstag, 28.6., 19 Uhr, Beginn ab Heinrichplatz (zwischen U Kottbusser Tor und U Görlitzer Bahnhof): Demonstration zum Tommyhaus! Sagt euren Freund_innen und Bekannten bescheid, kommt zahlreich – kein Vergeben, kein Vergessen! Antifa heißt Angriff!

blub


3 Antworten auf „Solidarität mit angegriffenen Projekten! Demonstration am 28.6., 19 Uhr Heinrichplatz“


  1. 1 Smitty 27. Juni 2011 um 16:59 Uhr

    Eines vorneweg: Ich komme zur Demo und ich finde gut, dass es eine zeitnahe Demo gibt. Vielen Dank für die Initiative!

    Die Route finde ich (also subjektiv) weniger als Suboptimal. Wieso wollen wir nur im eigenen Kiez laufen? Den vermutlichen Tätern um das Portal NW-Berlin.net wird somit wohl kaum das fürchten gelehrt.

  2. 2 Stefan 27. Juni 2011 um 21:05 Uhr

    Leute, kümmert Euch mal um Eure „Google-Ads“. Da ist gerade eine von Markus Roscher. Wer das ist? Googelt mal.

  1. 1 Solidarität mit angegriffenen Projekten! Demonstration am 28.6 … Pingback am 27. Juni 2011 um 23:06 Uhr
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