Archiv für Mai 2011

Samstag, 14. Mai – Naziaufmarsch in „Kreuzkölln“?

Da war wohl eine der braunen Flachpfeifen zu Facebook-freudig: auf seiner Profilseite verriet er, dass morgen – am Samstag, den 14. Mai also – ein Naziaufmarsch in Nord-Neukölln oder im südlichen Kreuzberg stattfinden soll. Darüber berichtet der Blog „Störungsmelder“. Angemeldet ist die Demo von 12 – 20 Uhr.

Genauere Infos über Zeit, Treffpunkt der Nazis oder gar ihre Route gibt es derzeit leider (noch) nicht – also achtet auf Ankündigungen, informiert eure Freund_innen und Genoss_innen, und ansonsten gilt: WIR MACHEN JEDEN NAZIAUFMARSCH ZUM DESASTER!

blockade

+++ Update!!! Wie der „Tagesspiegel“ auf seiner Internetseite berichtet, soll die Route vom Platz der Luftbrücke (vor dem Ex-Flughafen Tempelhof) in den westlichen Teil von Kreuzberg, genauer, den Mehringdamm, führen. Weitere Infos gibt’s auf antifa.de und indymedia.+++

+++Zweites Update!!! Die Antifaschistische Linke Berlin (ALB), ver.di-Jugend und der VVN-BdA haben eine Gegenkundgebung am Platz der Luftbrücke angemeldet. Ab 11:30 Uhr, ein Lauti wird vor Ort sein. See you on the streets! iNo Pasarán!

15 000 bei 18-Uhr-Demo am 1. Mai

Mehr als 15 000 Menschen nahmen am Sonntag an der „Revolutionären 1. Mai“-Demo durch Kreuzberg und Neukölln teil. Inhaltlicher Schwerpunkt war in diesem Jahr die Kritik an den Aufwertungsprozessen in der Innenstadt, mit allen Folgen, die das für die Bewohner_innen dieser Stadt (also auch uns) hat: steigende Mieten, Luxussanierungen, verstärkte Überwachung, die Räumung von Hausprojekten…
Auf der Demonstration wurde deutlich gemacht, dass diese Probleme keine Symptome eines irgendwie „schlecht regulierten“ Kapitalismus sind, sondern dass das kapitalistische Wirtschaftssystem insgesamt immer wieder diese Probleme hervorbringt. Erfreulich viele Menschen forderten denn auch die Überwindung dieses Gesellschaftssystems – und sie taten dies lautstark, kreativ und streckenweise auch mit direkten Aktionen: so mussten die Scheiben mehrerer Banken, Bekleidungsketten und Supermärkte dran glauben. Als die Polizei daraufhin anfing, gegen die Demo vorzugehen, gab es heftige Auseinandersetzungen mit den Bullen. Deswegen wurde die Demo am Rathaus Neukölln, lange vor dem geplanten Ende am Südstern, von den Veranstalter_innen aufgelöst. Anschließend schränkten die Bullen massiv die Bewegungsfreiheit der (ehemaligen) Demoteilnehmer_innen ein: der Hermannplatz war abgeriegelt, der Rückweg nach Kreuzberg immer wieder von Personenkontrollen und Polizeiketten erschwert.

Trotz der überflüssigen und nervigen Repression am Ende war die Demonstration in diesem Jahr ein voller Erfolg!

1.mai