Soli-Cocktails und Infos für Blockupy

Am Samstag, 5.5., ist mal wieder unser monatlicher Tresen im Bandito Rosso. Dieses Mal mit leckeren Soli-Cocktails für die Blockupy-Kampagne und einer Infoveranstaltung über Krise und Krisenproteste.
Im vergangenen Jahr hat sich die Wirtschaftskrise in der EU deutlich verschärft. Länder wie Griechenland und Italien werden von nicht gewählten Regierungen regiert, gleichzeitig zwingt Angela Merkel dem gesamten Euroraum ihre neoliberalen Krisen“lösungen“ à la Fiskalpakt auf. Welche Ursachen hat diese Krise? Wie können wir als Linke darauf reagieren? Und nicht zuletzt: Was soll konkret vom 16.-19. Mai in Frankfurt/Main passieren? Mit Referent_in von der Interventionistischen Linken.

Beginn: 20 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a | U8 Rosenthaler Platz/U2 Rosa-Luxemburg-Platz

Im Anschluss günstige und erfrischende Getränke, kostenloser Kicker und exzellente Musik aus MP3-Playern, Handys und von CD…

Die Krise beenden? Kapitalismus abschaffen!

Wie kann das System in der Krise sein, wenn es selbst die Krise ist?

börse

Überall umgibt uns die Krise: Euro-Krise, Wirtschaftskrise, Krisenpolitik… unsere Krise, eure Krise, fragst du dich? „Für mich ist doch schon jeder Gang zur Schule oder zur Arbeit Krise genug!“.Und damit hast du garnicht mal so falsch gedacht, denn das hat durchaus damit zutun.
Dir ist wahrscheinlich auch schon mal aufgefallen, dass das deutsche Bildungssystem nicht darauf ausgerichtet ist, Menschen in gleicher Weise Bildung zukommen zu lassen, die in ihrem Interesse sinnvoll ist/scheint, sondern sie vielmehr auf Leistung, Anpassung also ein Leben in der kapitalistischen Leistungsgesellschaft vorbereitet. Nicht was dir wichtig erscheint und dich interessiert wird dir beigebracht – sondern wie du dich am besten auf dem Arbeitsmarkt verkaufst, die Konkurrenz ausstichst, dich und deine Interessen für Geld zurückstellst.
Das fängt schon nach der Grundschule an: integrierte Sekundarschulen oder Gymnasien sind die Schubladen in die du gesteckt wirst, und die dein weiteres Leben nachhaltig mitbestimmen. Doch damit nicht genug; du musst dich mit Eltern, geringem Einkommen, dass du in „der falschen Gegend“ und/oder nicht in Deutschland aufgewachsen bist, Probleme mit autoritären Lehrer_innen und als Krönung des Ganzen auch noch mit unterfinanzierten, schlecht ausgestatteten Schulen herumplagen. Aber selbst wenn du es mit guten Noten von der Schule schaffst und dich gut verwertbar für den Arbeitsmarkt machst, wird es nicht besser: Mangel an Ausbildungs- und Studienplätzen, prekäre Lebenssituation durch Minijobs, Kampf auf dem Arbeitsmarkt…wenn du nicht anderen Menschen konkurrierend gegenübertrittst, hast du verloren. Dass du deine Arbeitskraft gegen Geld tauschen musst ist dabei nichts Natürliches, sondern liegt daran, dass die Mittel zur Produktion (Fabriken, Rohstoffe, Maschinen usw.) einigen wenigen gehören, die damit Waren produzieren.Nicht damit alle was davon haben , sondern für Profite. Angetrieben durch den Zwang des Konkurrenzkampfes , muss der Profit immer weiter investiert werden.Dieses „Verwertungssystem“, dieser Scheiß-Kapitalismus beeinflusst das gesamte gesellschaftliche Leben.

Und in der Krise, die ein fester Bestandteil dessen ist, verschlimmert sich das ganze nochmal: Sozial- und Bildungsausgaben werden gekürzt, Spar- und Rettungspakete geschnürt um die Privatschulden von Konzernen aufzufangen und deren Profite abzusichern, das ganze auf dem Rücken der Mehrheit der Menschen. Deutschland führt Kriege aus wirtschaftlichem Interesse und schiebt Menschen ab die wirtschaftlich „nicht verwertbar“ sind, aus Ländern, die von Deutschland ihrer Ressourcen beraubt werden. Durch und innerhalb der autoritären Krisenpolitik der EU-Staaten konnte Deutschland seine Machtposition stärken. Aber nicht, dass du etwas davon hättest: auch in Deutschland zeigen sich die Auswirkungen der Krise, Leiharbeit nimmt zu, der Zwang, Profit zu machen wird noch stärker. Es werden Häuser geräumt und Bezirke aufgewertet, weil es mehr Profit verspricht als ein selbstbestimmtes Leben, als Tacheles und Schokoladen oder dein Lieblingsstrand an der Spree. Verantwortlich für die vielseitigen Missstände sollen jedoch andere sein: Muslime, Migranten und Sozialhilfeempfänger seien das Problem, verkünden Sarrazin, Seehofer und Co. Der Einfluss von rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen nimmt durch die soziale Unsicherheit europaweit zu.

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Rechtspopulisten der „English Defence League“ tragen ihre Argumente gegen fundamentalistische Muslime vor

Aber gegen die ganze Scheiße regt sich auch Widerstand: in Nordafrika begehren Menschen gegen ihre Machthaber auf: Libyen oder Syrien, mit denen Deutschland noch vorher (Waffen-)Handel trieb, werden plötzlich als Unterdrücker der eigenen Bevölkerung wahrgenommen, wo sie doch zuvor noch „wirtschaftliche Stabilität“ und Hilfe im Kampf gegen „den Terrorismus“ garantierten. In Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, England, Frankreich und den USA protestieren die Menschen gegen den Kapitalismus und die ihm innewohnende Zerstörungskraft. Dabei schlägt die Staatsgewalt überall mit großer Härte zurück, ob Frankfurt, New York oder Madrid- die Hooligans in Uniform sollen die herrschenden Verhältnisse mit Gewalt aufrechterhalten.

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Die Medien hingegen stürzen sich auf „die Chaoten“ , die den Protest „überschatten“, vor denen die Polizei schützt. Diese beschützt jedoch nur die Gewalt die von EZB, IWF, Troika und EU durch die radikalen Sparmaßnahmen ausgeht, die parlamentarische „Demokratie“ und die „soziale“ Marktwirtschaft. Auch in Berlin und gerade am 1.Mai zeigt sich das immer wieder.
Apropos Widerstand: Bewegungen wie Occupy und das Konzept von basisdemokratisch organisierten Platzbesetzungen verbreiten sich. In der Mehrheit wird jedoch von diesen meist nur eine Kritik an gierigen Bankern, Spekulanten und der Finanzwirtschaft laut. Zwar ist es richtig, dass Banken und das Finanzkapital viel Macht haben, jedoch kann man nicht einzelne oder nur „die Spekulanten“ für die ganze Misere verantwortlich machen. Wer in der Finanzwelt arbeitet, unterliegt auch nur dem Zwang des Profits und befolgt seine Logik, erfüllt seine ökonomische Rolle. Das Problem liegt eben nicht bei einzelnen „Auswüchsen“ des Kapitalismus, das Problem ist der Kapitalismus, und deswegen ist eine radikale antikapitalistische Kritik notwendig. Das soll nicht dazu anregen sich von solchen Bewegungen zu distanzieren, sondern im Gegenteil sich mit der eigenen Kritik einzubringen und gemeinsam nach einer echten Lösung, nach einer Alternative zu suchen.Denn eins ist klar: Mit einem System weiterzumachen, das immer weiter Krisen, Kriege, Armut, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Hunger und Vernichtung von Umwelt und Ressourcen schafft,wäre fatal.

Eine andere Welt schaffen, in der es all das nicht gibt, ist keine Träumerei, sondern die einzige wirkliche Alternative!

Deswegen komm und geh dafür mit uns am 1. Mai auf die Straße!

Für die soziale Revolution und das schöne Leben!

Antifaschistische Linke Jugend – [ALJ]

25 jahre

18 UHR – LAUSITZER PLATZ – KREUZBERG
ErmittlungsAusschuss: (030) 69 222 22
ALKOHOL/DROGEN BITTE ZUHAUSE LASSEN!
BRING YOUR FAMILY,FRIENDS, CREW- BILDET BEZUGSGRUPPEN!
http://erstermai.nostate.net

http://ea-berlin.net/

Total extrem zum nächsten Tresen!

„Linksextremismus“ ist seit einigen Jahren eines der Lieblingsfeindbilder konservativer Politiker_innen und Journalist_innen, Bullen und VS befeuern die Debatte mit Statistiken und Berichten über die angeblich immer gefährlicher werdende linke Szene.
Wir wollen uns bei dem Vortrag mit der Vorstellung, dass das politische Spektrum „extreme“ Ränder habe, kritisch auseinandersetzen. Woher kommen diese Theorien? Warum und von wem werden sie in die Gesellschaft getragen? Was heißt das für uns als Antifaschist_innen, Antirassist_innen und Antikapitalist_innen?
Im Anschluss natürlich wie immer Kneipe, günstige Getränke, Kicker und Mucke aus der Dose inklusive.
Eventuell mit VoKü – lasst euch überraschen!

Zum Einlesen: Broschüre „Total Extrem“ von der Antifaschistischen Linken Berlin [ALB], auf antifa.de oder im Laden „Red Stuff“ in Kreuzberg.

Im Bandito Rosso | Lottumstraße 10a | U8 Rosenthaler Platz/U2 Rosa-Luxemburg-Platz | Samstag, 7.4. – Beginn 20 Uhr

autonomentee
Ist für die Innenminister gerade noch OK: linksextreme Teekanne

Soliparty gegen sächsische Zustände und Repression

In den vergangen Jahren haben wir es geschafft, die Nazi-Aufmärsche anlässlich der Jahrestage der Bombardierung Dresdens zu blockieren. Wir waren so erfolgreich, dass sich dieses Jahr nur 1600 Nazis nach Dresden getraut haben – die dank Gegenprotesten gerade mal einmal um den Block laufen konnten. Die Repression jedoch läuft weiter und so wollen wir mit euch bei unseren Favoriten aus Punk und Ska, leckeren Cocktails und kühlen Getränken solidarisch für die angeblichen „kriminellen Vereinigler“ aus dem Bündnis „Dresden Nazifrei 2011″ feiern.

party

Mehr Infos zur mittlerweile schon sprichwörtlichen „sächsischen Demokratie“ auf der Homepage der Kampagne „SACHSEN DREHT FREIstaat“. Eine Chronik der Repression gibt es z. B. hier.

3 Jahre „Zum Henker“ sind 3 Jahre zuviel!

„Was zuviel ist, ist zuviel“ – 3 Jahre Nazikneipe „Zum Henker“, sind 3 Jahre zuviel!

Nazinetzwerke aufdecken und zerschlagen

henker

Am 28. Februar feiert die Nazikneipe „Zum Henker“ in Berlin-Schöneweide ihr dreijähriges Bestehen. Während die öffentliche Debatte um die Naziterrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) langsam wieder abnimmt, bauen die Nazis rund um den „NW-Berlin“ ihre Strukturen auch in Berlin-Schöneweide weiter relativ ungestört aus. Mittlerweile verfügt die militanten Naziszene über mehr als sieben Locations im Kiez rund um den S-Bahnhof Schöneweide und der Brückenstraße. Dadurch hat sich diese Region zu einem Haupttätigkeitsfeld der Nazis entwickelt. Zahlreiche Übergriffe waren die Folge.

Wir wollen das mit dem Wegschauen und Einfach-Geschehen-Lassen Schluss ist!

Die Berliner Neonaziszene von freien Kameradschaften, rechten Rockern und NPD hat sich ein Netzwerk in Schöneweide eingerichtet. Es gilt dieses offen zu legen und sich diesem durch antifaschistische und antirassistische Positionierung und Präsenz auf allen Ebenen entgegen zu stellen. Hinter jedem Laden stehen Verantwortliche, Vermieter_innen, Besitzer_innen, Versicherungen, Zulieferer_innen und Mitarbeiter_innen diese müssen aus der Anonymität gezogen werden. Es muss klar sein, dass national-befreite Zonen in Schöneweide nicht geduldet werden. Braune Netzwerke in Schöneweide und überall aufdecken! Solidarität mit allen von Rassismus und Neonaziterror Betroffenen!

Aus diesem Grund findet am 2. März 2012 – 18 Uhr in Schöneweide (Start am S-Bahnhof) eine Antifa-Demo statt.

Der komplette Aufruf kann hier nachgelesen werden. Mobimaterial gibt es hier.